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Der Grundstein ist gelegt

Welche Türen stehen Gesellen des Handwerks offen?

Mit der Gesellenprüfung ist die erste Hürde genommen und stolz kann man eine solide Berufsausbildung vorweisen. Einige werden erst einmal als Geselle in ihrem Beruf weiterarbeiten. Für viele stellt sich nach Erreichen des ersten Etappenziels jedoch die Frage, wohin ihr Weg noch führen wird und kann. In einer modernen Wissensgesellschaft zählt vor allem eines: eine gute Qualifizierung und die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Wer den Ansporn und Ehrgeiz dafür entwickelt, wird für seine Anstrengungen belohnt: Eine höhere Qualifizierung erhöht auch die Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz und besseres Gehalt. Zudem erlangt man mehr Handlungsspielraum in seinen Tätigkeiten, kann sich selbstständig machen und selbst als Ausbilder lehren. Höherqualifizierte wie Meister haben zudem Biss bewiesen: Das Absolvieren der Meisterschule neben dem Beruf, in Abendkursen oder als Fulltime-Job stellt echtes Durchhaltevermögen dar. Außerdem gehen Meisterbetriebe deutlich seltener in die Insolvenz und erlangen bei Existenzgründung eher Bankenkredite als durchschnittlich qualifizierte Gründer. Neben einem gesellschaftlich hohen Ansehen genießen Meister oder Service-Techniker auch innerbetrieblich eine höhere Autorität. Weiterbildungen werden gewöhnlich finanziell unterstützt. Hierzu finden Sie detaillierte Informationen unter Förderungen .
Möchten sich Gesellen eher betriebswirtschaftlich und -organisatorisch ausrichten, können sie die Qualifizierung zum Technischen Fachwirt wählen und dieser ggf. die Weiterbildung zum Betriebswirt (Hwk) folgen lassen.

Handwerker an Universitäten


Selbst die Erlangung eines akademischen Grades ist greifbar. Im März 2009 haben sich die Kultusministerien der Länder für eine uneingeschränkte Öffnung des Hochschulzugangs ausgesprochen, die bundeseinheitlich für Techniker, Fachwirte und Meister gelten soll. So werden mittlerweile drei Prozent der Studienplätze für bestimmte Berufsgruppen ohne (Fach-)Abitur reserviert. Auf dem "dritten Bildungsweg" erhalten sie eine Studienberechtigung für bestimmte Studiengänge, die in ihrer inhaltlichen Ausrichtung mit den wesentlichen Inhalten der zuvor absolvierten beruflichen Aus- und Weiterbildung übereinstimmen müssen. Ob die fachliche Entsprechung gegeben ist, entscheidet jede Hochschule/ Fachhochschule/  Berufsakademie individuell auf Vorlage eines Antrages.

In Baden-Württemberg bedarf es noch immer für eine gültige Fachhochschulzugangs- berechtigung zum Meistertitel zusätzlich einer mindestens 4-jährigen Berufserfahrung (ohne die Dauer der Ausbildung), einer studienfachlichen Beratung sowie des Nachweises über einen deutschen Erstwohnsitz und eine Berufstätigkeit, die seit mindestens einem Jahr in Deutschland ausgeübt wird. Die Universität Karlsruhe beispielsweise bietet Meistern den freien Zugang für Maschinenbau, Mechatronik und Fahrzeugtechnik an, denkbar in anderen Bildungsstätten sind auch Studien der Elektrotechnik und Verfahrenstechnik. Die während der Weiterbildung erworbenen Kompetenzen können oftmals auf ein Studium angerechnet werden und reduzieren die Dauer bis zu zwei Semestern.

Eine profunde Vorab-Information ist Pflicht


Interessieren sich Zugangsberechtigte für ein Studium in einem nicht ihrer beruflichen Fortbildung fachlich entsprechenden Studiengang, müssen sie eine Eignungsprüfung in Form eines "Mini-Abiturs" absolvieren. Allgemein wird zu frühzeitigen Bewerbungen geraten. Um zudem ein realistisches Bild von Studium und Inhalten zu bekommen, empfehlen die Studienberatungen Interessierten, sich Vorlesungsskripte anzuschauen, Vorlesungen zu besuchen, der Wahl-Universität einen Besuch abzustatten und sich mit den Studierenden des Studiengangs zu unterhalten. Bedauerlicherweise liegt die Erfolgsquote bei Meistern an Hochschulen unter dem Durchschnitt der anderen Absolventen, da sich berufspraktisches und akademisches Wissen kaum überschneiden und es besonders in theorielastigen Fächern zu Problemen kommen kann.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bemüht sich um die Erstellung so genannter "Berufslaufbahnkonzepte", die für jede Ausbildung des Handwerks erstellt werden und alle Qualifizierungsmöglichkeiten beinhalten sollen. Das Grundkonzept finden Sie rechts im Downloadbereich. 

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