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Wie geht´s nach der Schule weiter?

Beratung, Orientierung und Vorbereitung

Eine Studie innerhalb des Forschungsprojekts „Beruf fängt in der Schule an“ des Bundesinstituts für berufliche Bildung (BiBB) von 2008 hat ergeben, dass rund 40 Prozent der Haupt- und Realschulabgänger keinen konkreten oder realistischen Berufswunsch haben. Eigeninitiative ist also gefragt, sollen eine erfolglose Ausbildungssuche, ein vorzeitiger Abbruch oder häufige Wechsel verbunden mit einem hohem Kostenaufwand und Zeitverlust verhindert werden. Ratsam für alle Schüler ist deshalb das Absolvieren freiwilliger Schulpraktika, um gerade in der Entscheidungsphase zwischen der 8. und 10. Klasse eine berufliche Orientierung und gleichzeitig einen leichteren Berufseinstieg zu finden. Für viele Ausbildungsberufe sind Vorkenntnisse, die während eines Praktikums erworben werden, bereits verpflichtend (z.B. für den Kfz- Mechatroniker).
Betriebe bieten oftmals Schnuppertage an, um der gestiegenen Bedeutung von Praxiserfahrung gerecht zu werden. Hier können anbietende Betriebe gefunden werden. Das Schulsystem bietet bisher wenig Orientierungshilfen für Schüler. In der Realschule stehen ab der siebten Klasse „Technik“, „Mensch und Umwelt“ oder „Französisch/Englisch“ als Vertiefung zur Wahl. Was bisher an Hauptschulen fehlte, soll nun 2010 mit der Einführung der Werkrealschule in Baden-Württemberg kompensiert werden. Dort entstehen für die Klassenstufen 8 und 9 Wahlpflichtfächer. Es kann zwischen „Natur und Technik“, „Wirtschaft und Informationstechnologie“ sowie „Gesundheit und Soziales“ ausgewählt werden. Zudem soll in Klasse 10 eine Kooperation mit der Berufsfachschule entstehen und damit eine erste berufliche Grundausbildung vermittelt und der Übergang in das duale Ausbildungssystem erleichtert werden.

Als Lehrling ins Ausland

Die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen und Auslandserfahrung hat auch im Handwerk zugenommen. Heute, da Grenzen übergangslos sind,  ist es ein leichtes, eine gewisse Zeit der Ausbildung im Ausland zu verbringen. Die Europäische Union ermöglicht und erleichtert den europaweiten Lehrlingsaustausch durch Programme wie LEONARDO.
Für Auszubildende am Oberrhein gibt es innerhalb des Projekts "Grenzüberschreitende Qualifizierung am Oberrhein - Euregio-Zertifikat" die Chance, ein mindestens 4-wöchiges berufliches Auslandspraktikum in der Schweiz oder in Frankreich zu absolvieren. Nach Abschluss der Ausbildung bekommt man als Bestätigung das Euregio-Zertifikat und einen Eintrag in den "Europass Mobilität", der internationale Erfahrungen und Tätigkeiten im Bereich Aus- und Weiterbildung bezeugt. Selbst Ausgelernten bietet die französische Vereinigung "Compagnons du Devoir" Wandergesellen aus dem europäischen Ausland Arbeitsmöglichkeiten, Vergütung, Unterkunft und Verpflegung.
Viele Handwerkskammern aus Baden-Württemberg, darunter auch die HWK Region Stuttgart und die HWK Konstanz, beteiligen sich am Xchange-Grenzüberschreitender Lehrlingsaustausch, der Lehrlinge nach Italien, Liechtenstein, Frankreich, Österreich oder in die Schweiz vermittelt.

Bevor man allerdings einen Teil seiner Ausbildung im Ausland absolviert, sollte man unbedingt bedenken, dass höchstens ein Viertel der gesamten Ausbildungszeit dafür eingesetzt werden kann und dass das Ausbildungssystem in Europa nicht einheitlich ist. Im Ausland findet die Ausbildung in der Regel an beruflichen Vollzeitschulen statt, die hohe Schulgebühren erheben. Zudem muss stets die staatliche Anerkennung überprüft werden.

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