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Weiterbildung für Mechaniker des Karosserie- und Fahrzeugbaus und der Karosserieinstandhaltungstechnik

Fortbildungsprüfungen, Meister, Ingenieur

Anders als in den anderen dargestellten Berufen der Fahrzeugtechnik ist im Bereich Karosserie- und Fahrzeugbau sowie Karosserieinstandhaltungstechnik die Entwicklung zum Servicetechniker noch nicht abgeschlossen. Alternativ können Gesellen drei andere Prüfungen anstreben, um sich fortzubilden.

Die Liebe zum antiken Automobil lässt sich gut mit der Weiterbildung zur Fachkraft für die Restaurierung historischer Fahrzeugkarosserien verbinden. Die Fachkraft soll Oldtimer-Restaurierungen planen und professionell durchführen. Neben Oldtimern werden auch Schlepper und Traktoren behandelt. Die Weiterbildung generiert ein hohes Spezialwissen und vermittelt den sensiblen Umgang mit historischen Objekten.
Zugangsvoraussetzung ist eine erfolgreich abgelegte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung als Karosserie- und Fahrzeugbauer. Gesellen aus anderen fahrzeugtechnischen Berufen benötigen ein zusäsätzliches Jahr Berufserfahrung in der Karosserieinstandsetzung, aus dem Metallbereich benötigen Gesellen zusätzliche drei Jahre Berufspraxis mit dem selben Schwerpunkt. Sonderzulassungen mit speziellen Zeugnissen sind grundsätzlich möglich, müssen aber bei der zuständigen Kammer abgeklärt werden. Die einzige Bildungsanstalt, die diese Weiterbildung anbietet, ist die Fahrzeugakademie Schweinfurt.

Eine weitere Qualifizierungsmöglichkeit ist die des geprüften Kraftfahrzeug-schadensmanager . Im Wesentlichen werden Inhalte aus der Karosserietechnik, der Schadenskalkulation, aus dem Schadens- und Versicherungsrecht sowie aus dem Auftrags- und Kundenmanagement behandelt. Gesellen der Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie Kraftfahrzeugtechnik benötigen zusätzliche drei Jahre Berufserfahrung in der Karosserieinstandhaltung. Sonderzulassungen und Abweichungen werden von der HWK zu Köln geregelt, die die einzige Einrichtung für diese Fortbildung darstellt.

Nach einer langen Planungsphase gemeinsam mit dem Bundesverband für innovative Fahrzeugpflege bietet die HWK Hannover indes als einzige Handwerkskammer in Deutschland die Fortbildungsprüfung Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung an. Diese Weiterqualifizierung setzt sich aus den folgenden Modulen zusammen: Allgemeine Fahrzeugaufbereitung (1 Woche), Lackschadenfreie Ausbeultechnik (2 Wochen), Smart-Repair-Technik (1 Woche) und Spot-Repair-Technik (3 Wochen). Insgesamt umfasst der Kurs, der nicht zusammenhängend belegt werden muss, 280 Stunden. Zugelassen werden alle, die eine Prüfung in einem einschlägigen, anerkannten Ausbildungsberuf erfolgreich abgelegt haben. DIe Fortbildung kann für Teilnehmer in Niedersachsen bis einschließlich Oktober 2010 durch das Wirtschaftsministerium bezuschusst werden.


Meister im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk


Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker (unabhängig der Fachrichtung) als auch Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik teilen sich quasi die Weiterbildung zur höchstmöglichen Karrierestufe im Handwerk: der Meister im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk . Die Meisterprüfung attestiert den Absolventen die Fähigkeit, selbstständig einen Betrieb zu leiten, fachgerecht auszubilden sowie Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und Personalentwicklung wahrzunehmen. Da sich die Automobilbranche im Eiltempo weiterentwickelt, sind zunehmend hochqualifizierte Mechaniker und "Experten" gefragt. Der hohe Kosten- und Zeitaufwand lohnt sich also auf alle Fällel. An manchen Schulen wird zusätzliche Berufspraxis neben der obligaten Gesellnprüfung als Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik oder Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker vorausgesetzt. Ansonsten können auch Gesellen aus anderen fahrzeugtechnischen Berufen mit Berufspraxis zugelassen werden. Die Zulassungsanträge werden bei den zuständigen Handwerkskammern gestellt. Je nachdem, wo und in welcher Form (Vollzeit oder nur 2-3 mal wöchentlich) kann der Meisterprüfungsvorbereitungskurs zwischen 6 Monaten und zwei Jahren dauern und zwischen 3.000,00 und 6.000,00 EUR kosten.


Teil I Meisterhafte Verrichtung der wesentlichen Tätigkeiten
  • Planen und Entwerfen nach CAD
  • Konstruieren, Wiederherstellen und Instandhalten von Karosserien, Aufbauten, Baugruppen und Bauteilen (dynamische und statische Anforderungen)
  • Durchführen, Überprüfen und Dokumentieren von Ausbau-, Umbau- und Nachrüstarbeiten
  • Prüf-, Steuerungs-, Regelungs- und Messtechniken beherrschen
  • manuelle, maschinelle und programmgesteuerte Be- und Verarbeitungsverfahren, Richt-, Trenn-, Umform-, Füge- und Montagetechniken

Teil II Fachtheoretische Kenntnisse
  • Grundlagen der technischen Mathematik (Masse- und Festigkeitsberechnung, Fahrdynamik)
  • Instandsetzen moderner Karosseriebauten, Struktur- und Außenhaut, Schadensdiagnose, Lackiertechnik)
  • Werkstoffe und Fügetechniken (Karosseriewerkstoffe, MAG-, MIG-Schweißen und -Löten, Kleben)
  • Elektro- und Regelungstechnik im Kraftfahrzeug (Elektrik, Sicherheits- und Komfortelektronik, Regelkreise)
  • Auftrags- und Qualitätsmanagement (Schadensaufnahme, Marketing, Herstellerhaftung)

Teil III Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse
  • Buchführung, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling
  • Vermarktung von Produkten, Marktanalyse
  • Unternehmensgründung unter rechtlichen und finanziellen Aspekten
  • Organisation und Bedeutung des Handwerks
  • Personalführung
  • rechtliche und steuerliche Grundlagen für die Betriebsführung

Teil IV Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse
  • Ausbildungsordnung im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk
  • Erstellung eines Ausbildungsplans (Auswahl und Einsatz der Mittel, didaktische Prinzipien, betriebliche Methoden)
  • Durchführung von Lernerfolgskontrollen, Prüfungsvorbereitungen
  • Anfertigen von Verträgen und Zeugnissen

Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik und Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker können sich auch zum Technischen Fachwirt ausbilden lassen. Inhaltlich entspricht diese Qualifizierung Teil III der Meisterausbildung und kann bei eventueller Karriere-Neuplanung für diese später entsprechend angerechnet werden.
Sowohl der Meister als auch der Technische Fachwirt haben die Möglichkeit, in der Akademie des Handwerks die Weiterbildung zum Betriebswirt (HWK) zu realisieren.  

Wie im Menüpunkt Weiterbildung beschrieben, ist es für Meister und Techniker ohne (Fach-) Abitur möglich, eine akademische Ausbildung zu absolvieren. Die Zugangsberechtigung richtet sich nach der jeweiligen Hochschule und dem Bundesland. Meister und Service-Techniker, die aus dem Bereich der Karosserieinstandhaltung stammen, entscheiden sich in der Regel für Ingenieurswissenschaften mit den Schwerpunkten "Maschinenbau- Fahrzeugtechnik", "Elektrotechnik", "Mechatronik", "Fahrzeug-Design" oder "Werkstoffwissenschaften".

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