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Weiterbildung für KFZ-Mechatroniker

Servicetechniker, Meister, Ingenieur

Gesellen der Kraftfahrzeugtechnik sammeln ob der hohen technischen Anforderungen und großen Materialdichte empfehlenswerterweise erst einmal Praxis in ihrem erlernten Beruf, auch wenn die Weiterqualifizierung zum Service-Techniker oder Meister theoretisch direkt im Anschluss vollzogen werden kann.

Um aber geprüfter Kraftfahrzeugschadensmanager zu werden, bedarf es einer dreijährigen Berufserfahrung (oder höheren Abschlüssen). Im Wesentlichen werden Inhalte aus der Karosserietechnik, der Schadenskalkulation, aus dem Schadens- und Versicherungsrecht sowie aus dem Auftrags- und Kundenmanagement behandelt. Sonderzulassungen und Abweichungen werden von der HWK zu Köln geregelt, die die einzige Einrichtung für diese Fortbildung darstellt.

Da dank neuer Technologien im Kfz-Bereich der Anspruch an Werkstätten und Servicehäuser ständig steigt, empfiehlt sich in jedem Falle eine Weiterqualifizierung zum Kfz-Servicetechniker . In der mittleren Qualifizierungsstufe werden besonders verstärkt Kundendienstberatung wie "Service-Kommunikation" und "Service-Qualität" sowie hohe technische Kompetenzen vermittelt. Der Schwerpunkt der ca. 2.000,00 EUR teuren und 304 Stunden umfassenden Weiterbildung liegt auf der Praxis. Inhaltlich entspricht die gesamte Ausbildung dem Teil I der Meisterprüfung und kann bei eventueller Weiterqualifizierung entsprechend angerechnet werden. Zugelassen sind alle Kfz-Mechatroniker, Gesellen aus anderen fahrzeugtechnischen Berufen mit mindestens einem Jahr Berufspraxis im Bereich Kraftfahrzeuginstandhaltung oder Gesellen aus anderen Metall- und Elektroberufen, die mindestens eine dreijährige Berufspraxis vorweisen können. Bei Zweifel empfiehlt es sich, stets bei der zuständigen Handwerkskammer nachzufragen.

Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk


Die gleichen Zulassungsverordnungen gelten auch für den Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk , der ganz weit vorne in der Beliebtheitsskala der Weiterbildung rangiert. Durch die in diesem Berufszweig höchst mögliche Qualifizierung sollen besonders die Fähigkeiten erworben werden, selbstständig einen Betrieb zu führen, die fachbezogene Ausbildung durchzuführen sowie Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und Personalentwicklung wahrzunehmen.

Die insgesamt vier Prüfungsteile nehmen 1220 Stunden Vorbereitungszeit in Anspruch. Die meisten Meisterkurse finden zehnmonatig in Vollzeit, einige aber auch zweijährig in Teilzeit statt. Die Kosten variieren je nach Weiterbildungsstätte und Träger zwischen 2.500,00 und 6.000,00 EUR. In manchen Fällen werden die Kosten ganz vom Betrieb übernommen, ansonsten gibt es zusätzliche Förderungen .

Die inhaltlichen Schwerpunkte der vier zu prüfenden Teile werden im Folgenden dargestellt:

Teil I Meisterhafte Verrichtung der wesentlichen Tätigkeiten
1) Kraftfahrzeugsystemtechnik (Bordsysteme, Ladestromsysteme, Startsysteme, Beleuchtungssysteme, Motormanagement- und Antriebssysteme, Informations- und Kontrollsysteme, Diebstahlsicherungssysteme)
  • Fehlersuche
  • Instandsetzungswege und -alternativen
  • Kostenvoranschlag
  • Dokumentation von Diagnose- und Instandsetzungsergebnissen, Kundengespräch
oder
2) Karosserieinstandhaltungstechnik 
  • Ersetzen eines Karosseriebauteils (Richt- und Trennvorgänge, Fügetechniken)
  • Einpassen eines beweglichen Teils
  • Wiederherstellungstechnik (Ausbeulen, Lackieren)

Teil II Fachtheoretische Kenntnisse
1) Kraftfahrzeuginstandhaltungstechnik und Kraftfahrzeugtechnik
  • Diagnose, Wartung, Instandsetzung und Messtechnik
  • Verbindungstechniken und Werkstoffkunde
  • Bewertung und Deutung von physikalischen, chemischen und werkstofftechnischen Kenndaten
  • Kenntnis von Regeln, Normen, Gesetzen
2) Auftragsabwicklung
  • Planung von Abwicklungsprozessen
  • Vergabe und Kontrolle von Unteraufträgen
  • Darstellung, Instandsetzung und Abwicklung von Unfallschäden
3) Betriebsführung und Betriebsorganisation
  • Ermittlung und Nutzung betrieblicher Kennzahlen
  • Preiskalkulation
  • Entwicklung von Qualitätskontrolle und -verbesserung
  • Marketingmaßnahmen für Neukundengewinn
  • Verrechnungssätze nach Kostenstruktur berechnen

Teil III Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse
  • Buchführung, Jahresabschluss, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling
  • Vermarktung von Produkten, Marktanalyse
  • Unternehmensgründung unter rechtlichen und finanziellen Aspekten
  • Organisation und Bedeutung des Handwerks
  • Personalführung
  • rechtliche und steuerliche Grundlagen für die Betriebsführung

Teil IV Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse
  • Ausbildungsordnung im Kraftfahrzeugmechatronik-Handwerk
  • Erstellung eines Ausbildungsplans (Auswahl und Einsatz der Mittel, didaktische Prinzipien, betriebliche Methoden)
  • Durchführung von Lernerfolgskontrollen, Prüfungsvorbereitungen
  • Anfertigen von Verträgen und Zeugnissen

Kfz-Mechatroniker können sich auch zum Technischen Fachwirt ausbilden lassen. Inhaltlich entspricht diese Qualifizierung Teil III der Meisterausbildung und kann bei eventueller Karriere-Neuplanung für diese später entsprechend angerechnet werden. Sowohl der Meister als auch der Technische Fachwirt haben die Möglichkeit, in der Akademie des Handwerks die Weiterbildung zum Betriebswirt (HWK) zu realisieren.  

Wie im Menüpunkt Weiterbildung beschrieben, ist es für Meister und Techniker ohne (Fach-) Abitur möglich, eine akademische Ausbildung zu absolvieren. Die Zugangsberechtigung richtet sich nach der jeweiligen Hochschule und dem Bundesland. Meister und Service-Techniker, die aus dem Bereich der Kraftfahrzeugtechnik stammen, entscheiden sich meistens für Ingenieurswissenschaften mit den Schwerpunkten "Maschinenbau- Fahrzeugtechnik", "Elektrotechnik",  "Mechatronik", "Feinwerk- und Mikrotechnik" oder "Fahrzeug-Design".

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